Die Flagge Dänemarks, der Dannebrog, im Gegenlicht durch ein staubiges Fenster fotografiert.
Unterwegs

24 Stunden in Kopenhagen

Was ich in 24 Stunden in Dänemarks Hauptstadt erlebt und gesehen habe

Ein sehr günstiges Angebot der Deutschen Bahn war für mich der ausschlaggebende Grund einmal nach Kopenhagen zu fahren. Ab Hamburg geht das ganz bequem ohne umzusteigen bis zum Hauptbahnhof der dänischen Hauptstadt, eine Fahrt mit der Fähre von Puttgarden bis Rødbyhavn über den Fehmarnbelt inklusive.

Fähre auf dem Fehmarnbelt zwischen Puttgarden und Rødby

Fähre auf dem Fehmarnbelt zwischen Puttgarden und Rødby

Nach der Ankunft in Kopenhagen musste ich erstmal die Mobilität vor Ort sicherstellen. Da ich nicht genau wusste wie weit die Orte, die ich besuchen wollte, auseinander liegen und wie es vor Ort mit den Abstellmöglichkeiten für Fahrräder aussieht habe ich mich für ein 24-Stunden-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel entschieden. Im Nachhinein gesehen eine gute Wahl, denn die vielen Fußwege waren schon anstrengend genug. Da wäre wohl nicht mehr viel Energie für das Treten der Pedale übrig geblieben.

Botanisk Have

Der Botanische Garten, Botanisk Have, in Kopenhagen liegt sehr nahe an der Bus-, S- und U-Bahnstation Nørreport und stellt damit einen guten Startpunkt für die Tour durch Kopenhagen dar.

Palmenhaus im Botanischen Garten in Kopenhagen

Palmenhaus im Botanischen Garten in Kopenhagen

Wenig Andrang und sehr gepflegte Anlagen inklusive einem See in der Mitte bieten viel Platz zur Erholung. Das Highlight ist das Palmenhaus, welches mich auf die Entfernung ein bisschen an das Schloss Sanssouci in Potsdam erinnert hat. Drinnen ist es sehr interessant aber auch sehr schwül. Nach dem Verlassen des Palmenhauses waren selbst die sehr warmen Temperaturen an dem Tag eine willkommene Abkühlung gewesen.

Auf dem Weg vom Botanischen Garten zur Bushaltestelle Nørreport kommt man an der Markthalle Torvehallerne vorbei. Dort gibt es eine vielfältige Auswahl an Kaffee, Gebäck, Delikatessen und Speisen. Eigentlich wollte ich dort nur einen Kaffee und eine Zimtschnecke für die Fahrt mitnehmen aber eine kleine Werbung ließ mich spontan umentscheiden. Bestellt habe ich ein sehr leckeres Cappuccino-Softeis am Stand von The Coffee Collective. Eine unbedingte Empfehlung.

Grundtvigs Kirke

Weiter ging es mit dem Bus zur Grundvigskirche im Kopenhagener Stadtteil Bispebjerg, die ich aufgrund der Bilder bei 12 Stunden in Kopenhagen auf Gillys Blog sehen wollten. Die Fahrt mit dem Bus war alles andere als spektakulär und brachte mir nur eine Erkenntnis: In Kopenhagen gibt es sehr viel Fahrradfahrer, die auf einer sehr guten Fahrradinfrastruktur unterwegs sind.

Die Grundtvigskirche, eine Kirche im expressionistischen Baustil, die durch das verwendete Baumaterial und die Formensprache sowohl von außen als auch von innen sehr schön anzusehen ist.

Rundetårn

Der Rundetårn, runder Turm in dänischer Sprache, ist ein Turm der ehemals als Observatorium der Universität von Kopenhagen diente und heute als Aussichtsturm genutzt wird. Anders als viele andere Türme, die eine touristische Nutzung erfahren, gibt es hier keinen Fahrstuhl oder Treppen. Der Aufstieg erfolgt über über eine gewendelte Rampe mit einer sehr angenehmen Steigung. Lediglich die letzte Etage zur Aussichtsplatform wird mit einer Treppe erklommen. Eine kleine und unscheinbare Tür offenbart eine weitere Treppe, die zum eigentlichen Observatorium führt, welches allerdings nicht betreten werden darf.

Den lille Havfrue

Weiter ging es mit der S-Bahn zur Station Østerport und dann weiter zu Fuß in Richtung Hafen. Die kleine Meerjungfrau an der Langelinie, der Hafenpromenade der Stadt, ist wohl das Wahrzeichen von Kopenhagen. Dementsprechend gut besucht ist es dort auch. Nicht so überlaufen wie gedacht aber für ein schönes Bild muss man schon einige Zeit anstehen.

Zurück bin ich durch das Kastell und dann an der Langelinie in Richtung Nyhaven geschlendert mit der Absicht den Tag dort bei einem leckeren Essen und ein paar Bier ausklingen zu lassen. Doch schnell wurde mir klar, das ich hier nicht fündig werde. Am Nyhaven drängt sich ein Touri Restaurant an das nächste. Also weiter in Richtung Innenstadt gelaufen und währenddessen mal im Netz geschaut, was in der Umgebung so angeboten wird. Bei einem Eintrag blieb das Auge schon wegen des Namens hängen.

Burger im Cock’s & Cows

Das Restaurant Cock’s & Cows ist fünf Gehminuten von der U-Bahnstation Kongens Nytorv entfernt und war bei Tripadvisor entsprechend gut bewertet. Ich konnte gleich nach der Ankunft außen Platz nehmen und hatte Glück, dass die Außenfläche des Restaurants an einer relativ ruhigen Straße liegt. Schnell war die Entscheidung getroffen, es sollte ein Burger werden. Sehr lecker und auch zu empfehlen. Als Nachspeise dann noch ein Banana Popsicle. Mehr ging nun wirklich nicht.

Nach dem Frühstück im Hotel stand eigentlich noch der Wachwechsel an der Amalienborg sowie ein kurzer Besuch im Tivoli auf dem Programm aber der Tag meinte es nicht gut mit mir. Strömender Regen ließ mich kurzfristig umdisponieren und ich fuhr zum Hauptbahnhof um eher mit der Bahn zurück nach Deutschland zu fahren.

Fazit

Kopenhagen ist eine tolle Stadt. Mein Programm kann man, Nahverkehr sei Dank, an einem Tag gut machen. Mit dem Fahrrad wird das wohl etwas eng aber wer möchte kann sich auch noch viel länger in Kopenhagen aufhalten und noch viel mehr sehen und erleben. Und wer von dieser Stadt kurzfristig zu viel hat fährt mal eben ins nahe gelegene Malmö.

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