Mastodon – Das neue (bessere) Twitter?

Mastodon ist eine neue, quelloffene Software und angetreten um Twitter im Bereich der Kurznachrichtendienste das fürchten zu lehren.

mastodon.link Instanz in der Browseransicht

In letzter Zeit ist ein neuer Begriff im Zusammenhang mit Social Networks immer wieder in meiner Timeline aufgetaucht: Mastodon. Ein etwas sperriger Begriff und auch gar nicht so einprägsam wie der des großen Konkurrenten Twitter. Was macht Mastodon anders oder vielleicht auch besser als der übermächtige Gegenspieler Twitter?

Seitdem es erfolgreiche soziale Netzwerke gibt gibt es auch immer wieder, meist erfolglose, Versuche, diesen einen Gegenspieler entgegenzusetzen. Ob die Konkurrenten jetzt identi.ca, Diaspora oder ello heißen spielt eigentlich keine Rolle, denn die Namen sind meist genau so schnell vergessen, wie der Hype um diese Netzwerke abgeflaut ist.

Jetzt ist Mastodon angetreten um sich gegen Twitter zu behaupten. Und meiner Meinung nach kommt Mastodon genau richtig, denn in letzter Zeit gab es bei Twitter ein paar Veränderungen, die nicht nur mir nicht gefallen haben. Und genau hier setzt Mastodon an und möchte damit die Nutzer von sich überzeugen.

  • dezentrale Serverstruktur und quelloffene Software mit der sich jeder seinen eigenen Dienst aufbauen kann
  • 500 Zeichen je Posting im Vergleich zu 140 Zeichen bei Twitter
  • keine Anzeigen, Empfehlungen oder ‚verpasste‘ Postings
  • offene API, mit der jeder Programmierer seine eigenen Dienste interagieren lassen kann

Diese Punkte sind meiner Meinung nach der größte Vorteil von Mastodon gegenüber Twitter. Wer sich weitergehend über die einsetzte Software infomieren möchte kann dies bei GitHub tun.

Einen Account bei Mastodon anlegen

Mittlerweile gibt es schon eine fast unübersichtliche Anzahl an sogenannten Instanzen, Domains auf denen die Software Mastodon läuft, im Netz. Die Mastodon Instanz mit den meisten Accounts ist mastodon.social. Leider ist diese für neue Anmeldungen zur Zeit gesperrt. Das macht aber nichts, denn man hat die freie Auswahl. Eine Liste mit Instanzen findet man sowohl bei GitHub sowie unter instances.mastodon.xyz. Dort findet man auch Informationen, ob zum Beispiel Neuanmeldungen zur Zeit angenommen werden.

Ich habe mich für mastodon.link, einer Mastodon Instanz von einem französischen Anbieter, entschieden. Ohne besondern Grund und weil ich zum Zeitpunkt meiner Anmeldung noch nicht den Artikel von Casi bei mobilegeeks.de gelesen habe. Vielleicht wäre ich dann zu einem der dort empfohlenen Anbieter gegangen. Noch gibt es aber keinen Grund die Instanz zu wechseln zumal mir auch die Guidelines dieser Instanz gefallen. Nachdem man den gewünschten Nutzernamen bei einer Instanz seiner Wahl angelegt hat kann man auch schon loslegen. Trööten, in Anlehnung an die ausgestorbenen Mastodons, heißt es, wenn man etwas postet. Alle weiteren Funktionen sind denen von Twitter sehr ähnlich und lassen selbst unbedarfte User nicht sprachlos zurück.

Apps für Mastodon

Da heutzutage gefühlt jeder mit einem Smartphone unterwegs ist, ist es für die allgemeine Akzeptanz neuer Dienste unbedingt erforderlich, das eine ansprechende App für die beiden wichtigsten mobilen Betriebssystem, iOS und Android, vorhanden ist. Unter Apples Betriebssystem habe ich von Anbeginn an Amoroq for Mastodon im Einsatz und die App gefällt mir sehr gut. Einfach, übersichtlich und in dezent dunklen Farben gehalten macht die App optisch einen sehr guten Eindruck.

Leider habe ich kein Android Gerät in Betrieb und kann euch daher keine Epfehlung dafür geben. Als Alternative hat der Torsten mir die mobile Ansicht der Website empfohlen. Seiner Meinung nach ist die mobile Ansicht „recht nett“. Stimmt: https://social.tchncs.de/media/vjnxe3gINdYSS5S6byw

Wie geht es mit Mastodon weiter?

Das weiß ich nicht und im Netz gibt es viele Prognosen. Von Totgeburt bis hin zu Twitterkiller ist das alle dabei. Ich sehe für Mastodon gute Chancen, denn die anderen offenen, sozialen Netzwerke hatten keine App, zum Start nicht den versprochenen Funktionsumfang oder funktionierten einfach nicht so wie gedacht. Das macht Mastodon meiner Meinung nach alles besser und hat daher gute Chancen sich erfolgreich auf dem Markt der Kurznachrichtendienste zu platzieren. Letztendlich steht und fällt dieses Vorhaben mit der Akzeptanz von uns, den Nutzern. Warum gebt ihr Mastodon nicht auch eine Chance und probiert es einmal aus? Mich findet ihr bei Mastodon als nortix@mastodon.link. Ich freue mich auf eure Trööts. 😉

Autor: Nortix

Eigentlich heiße ich Michael und ich bin Wahlhannoveraner. Wie ich zu meinem Spitznamen Nortix gekommen bin ist eine lange Geschichte, die auch lange zurückliegt und hier nicht erzählt wird. ;)

2 Gedanken zu „Mastodon – Das neue (bessere) Twitter?“

  1. Danke für Deinen Artikel. Mich würde interessieren, welche Apps es für Android gibt, die vertrauenswürdig sind und gut funktionieren.
    Besten Dank und Grüße aus Xi’an (VR China).

    1. Hallo,
      wie im Artikel schon geschrieben verwende ich iOS und kann daher nicht mitreden, wenn es um Android geht. Vielleicht hilft es ja, wenn Du die Frage nach einer guten App bei Mastodon selber stellst.
      Schöne Grüße aus Hannover

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