Ein Blick in die bisher ungenutzte Stadtbahnstation des D-Tunnels in Hannover
Hannover Unterwegs

Stadtspaziergang ‚Der Hauptbahnhof Hannover‘

Ein Spaziergang auf den sichtbaren und unsichtbaren Spuren des Hauptbahnhofs Hannover

Die Ankündigung zum Stadtspaziergang Hauptbahnhof Hannover verspricht 170 Jahre wechselvolle Geschichte des Bahnhofs Hannover zwischen Verkehrsknotenpunkt und Flaniermeile in Wort und Bild zu erleben.

Diesen Anspruch erfüllt der Stadtspaziergang auch. Unsere Führerin, Stella K., klärte unterm Schwanz schnell das Organisatorische und sammelte den Beitrag, faire 9,00 Euro, ein. Anschließend bekam jeder einen kleinen Anhänger, der die Mitglieder der Gruppe als Stadtspaziergänger kennzeichnete.

Außenanischt des Hauptbahnhofs von Hannover mit dem Ernst-August-Denkmal

Hauptgebäude des Hauptbahnhofs von Hannover

Vor dem Bahnhof erfuhren wir allerhand über die Geschichte des Bahnhof. Zum Beispiel, das Braunschweig vor Hannover einen Bahnhof hatte (Buh!) und erst als Hannover mit der Annexion durch das Königreich Preußen als ernstzunehmender Bahnhof ausgebaut wurde. Dafür dann aber gleich richtig, denn in den Grundzügen steht das Gebäude von damals noch heute. Und von außen sieht es auch immer noch so aus zumindest auf der Seite zum Ernst-August-Platz. Auf diesem Platz steht auch immer noch die Statue von König Ernst-August, nur unterbrochen zum U-Bahn-Bau 1971-1975, und auch heute noch beliebter Treffpunkt. Und wenn man einem Ortsfremden sagt, das man sich unterm Schwanz trifft, ist in Hannover immer dieses Reiterstandbild gemeint.

Weiter ging es mit dem Gebäude der ehemaligen Reichsbahndirektion, direkt neben dem Hauptbahnhof Hannover und heute bekannt als Ernst-August-Carrée. Die Deutsche Bahn residiert noch immer in diesem Gebäude jedoch sind die unteren Räume an Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungsbetriebe vergeben.

Der VW Tower am Raschplatz in Hannover

Blick vom Raschplatz über den ZOB auf den VW-Tower

Unter den Bahngleisen ging es dann in der Nähe des Raschplatzes weiter. Dort gab es allerlei Wissenswertes zur D-Linie, für welche dort gerade eine große Baustelle entstanden ist. Mit dieser Baustelle soll die Unterquerung der Bahngleise und die Endhaltestelle am Raschplatz geschaffen werden. Angeblich soll ja die einhellige Mehrheit in Hannover für diese Lösung sein, bei uns in der Gruppe war es genau anders herum. Die Tunnellösung wurde bevorzugt.

Fahrstuhl zum Raschplatz im D-Tunnel

Blick auf den Fahrstuhl zum Raschplatz im D-Tunnel

Und damit sind wir dann zum Highlight dieses Spaziergangs gekommen, der Bauvorleistung für den geplanten D-Tunnel. Im Rohbau komplett fertig erstellt und in etwa mittig unter der vorhandenen Station um 90° gedreht gelegen. Der Zahn der Zeit hat hier kaum Spuren hinterlassen und außer dem Staub der Jahrzehnte ist hier fast alles noch so, wie es damals gebaut wurde.

Die lockere Erzählweise, der überschaubare zeitliche Rahmen und die Besichtigung des Tonnelrohbaus machen diesen Stadtrundgang sehr interessant und informativ.

Weitere Informationen, Karten und Videos zum D-Tunnel gibt es bei der Initiative Pro-D-Tunnel.

Stattreisen Hannover e.V.
0511/1694166

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