Unterwegs mit der Deutschen Bahn

Wie sieht eine Fahrt mit der Deutschen Bahn bei mir aus und wie bereite ich mich darauf vor damit die Fahrt so angenehm wie möglich wird?

IC-Wagen der Deutschen Bahn in der Abendsonne im Bahnhof Bruchsal

Mit der Deutschen Bahn bin ich regelmäßig auf längeren Strecken unterwegs. Sei es beruflich oder privat, auf alle Fahrten bereite ich mich ungefähr gleich vor. Ich empfinde das schon nicht mehr als eine Vorbereitung im Sinne einer komplett durchgeplanten Aktion sondern die Abläufe sind mir in Fleisch und Blut übergegangen.

Musik

Am Abend vor der Fahrt überlege ich mir meist, ob ich unterwegs neue Musik hören möchte. Wenn ja, ist das die Gelegenheit meinen alten aber bewährten iPod nano mit diesen Lieder zu befüllen. Aus zwei Gründen hänge ich an diesem Gerät und werde es hoffentlich noch sehr lange nutzen können. Ich bin unabhängig von WLAN und Mobilfunknetzen, die man zum streamen zwingend bräuchte und zweitens hat mich dieses Gerät schon begleitet als es mit Akku- und Speicherkapazitäten bei Smartphones noch nicht so rosig aussah wie heute. Und an diesem Setup habe ich bis jetzt festgehalten. Ohne Musik geht es für mich während einer Bahnfahrt nicht. Je nach Stimmung höre ich dann verschiedene Musikstile. Dabei verwende ich immer die mitgelieferten EarPods von Apple. Diese sitzen bei mir gut im Ohr und tun auch nach langer Tragezeit nicht weh. Mit der Kabelfernbedienung ist ausserdem schnell zwischen den Titeln navigiert ohne das Gerät jemals aus der Tasche holen zu müssen. Das mache ich unterwegs mit dem Smartphone schon mehr als genug.

Für alle anderen Geräte, die ich unterwegs nutzen möchte achte ich eigentlich nur auf geladene Akkus. Das betrifft vor allem mein Smartphone und Tablet. Den Laptop habe ich nur sehr selten dabei.

Am Abfahrtsbahnhof

Ich reise immer mit dem lokalen Nahverkehr in Hannover, der üstra, an und kann dann im Bahnhof alle Wege bequem zu Fuß, wer es mag oder schweres Gepäck dabei hat kann auch Rolltreppen oder Fahrstuhl benutzen, erledigen. Zeitlich plane ich meine Ankunft ma Hauptbahnhof immer so, das ich noch etwa 15 Minuten bis zur Abfahrt meines Zuges habe. Denn dann habe ich noch ein gutes Zeitpolster um am Bahnhof etwaige Besorgungen zu machen, falls ich etwas vergessen habe. Immer ist aber noch Zeit für einen Kaffee. Meistens den von Starbucks im Gastrobereich zwischen den Gleisen 10 und 11, denn dieser Laden liegt einfach günstig auf dem Weg von der Stadtbahnstation zu den Gleisen mit dem Fernverkehr. Und auch die Geschwindigkeit, mit der einem dort der Kaffee überreicht wird lässt die Reise entspannt starten. Solltet ihr viel Wartezeit haben, bedingt durch eine Verspätung oder während des Umsteigens, kann ich euch auch einen Besuch der DB Lounge empfehlen. In Hannover befindet diese sich direkt über dem Reisecenter am Eingang Ernst-August-Platz. Alle Inhaber einer Fernverkehrsfahrkarte haben hier freien Eintritt und bekommen kostenlos Getränke und Zeitungen. Zudem sitzt man in der DB Lounge ganz entspannt und kann dem Treiben auf dem Bahnhofsvorplatz zuschauen.

Innenansicht der DB Lounge im Hauptbahnhof Hannover
DB Lounge in Hannover

Am Bahnsteig führt mein erster Gang zum Wagenstandsanzeiger um zu sehen, wo ungefähr mein Wagen zum Halten kommen wird. Ein kleines bisschen Denksport kommt hinzu, falls der Zug mit einer umgekehrten Wagenreihung (wie es dazu kommen kann hat Tim, der bloggende Bahner, in einem Video erklärt) einfährt. Seit kurzem kann man sich den Wagenstand auch in einer App namens Bahnhof live anzeigen lassen. Auch dazu kann man bei Tim mehr erfahren, denn er hat die App Bahnhof live getestet und dort sind auch die Links für den App Store und Google Play zu finden. Da die ausgedruckten Exemplare in Hannover allerdings direkt am Aufgang aushängen kommt für mich die digitale Version nicht in Frage. Desweiteren reagiert die App sehr langsam egal ob im WLAN oder über LTE. Da muss die Bahn meiner Meinung nach ein bisschen an der Performance-Schraube drehen.

Schild für den Abschnitt B auf Gleis 3 im Hauptbahnhof Hannover
Abschnitt B auf Gleis 3 im Hauptbahnhof Hannover

Steht man dann vor dem eingefahrenem Zug gibt es noch ein letztes kleines Detail, welches einem die Suche nach dem reservierten Sitzplatz ein bisschen vereinfacht. Unter der Wagennummer steht bei den Türen immer welche Sitzplätze sich in dieser Wagenhälfte befinden, z.B. 11-78. Daran erkennt man, ob man sich durch den gesamten Wagen drängen muss oder man richtig steht.

Kennzeichnung eines ICE-Wagens der Deutschen Bahn
Beschriftung an einem ICE-Wagen der Deutschen Bahn

Im Zug

Wenn ich dann mal meinen Platz gefunden, das Gepäck verstaut und Platz genommen habe kann der angenehme Teil der Reise beginnen. Ich stelle die Rückenlehne ein bisschen zurück und mache es mir gemütlich. Ich versuche übrigens immer einen Sitzplatz am Fenster zu bekommen. Dort bekomme ich vom hektischen Treiben im Gang wenig mit und ich spare mir die Rempeleien von viel zu großen und harten Koffern gegen meinen Ellenbogen. Und das sich dieses Spielchen an jedem Bahnhof wiederholt gehe ich dem aus dem Weg. Wer es mag kann sich in der 1. Klasse noch eine der Zeitungen nehmen oder warten bis die Zugbegleiter diese in den Wagen verteilen. Erstaunlicherweise geht auch hier die Bild nach meinen Beobachtungen am häufigsten weg aber es liest die ja keiner. 

Am Ankunftsbahnhof

Hier mache ich nicht mehr viel. Aussteigen, kurz orientieren und noch schnell online bei Swarm einchecken, aber das ist eine andere Geschichte. Und auch wenn ich nach einer langen Zugfahrt mit großer Verspätung ankomme fühle ich mich nicht gestresst oder ausgelaugt.

Autor: Nortix

Eigentlich heiße ich Michael und ich bin Wahlhannoveraner. Wie ich zu meinem Spitznamen Nortix gekommen bin ist eine lange Geschichte, die auch lange zurückliegt und hier nicht erzählt wird. ;)

5 Gedanken zu „Unterwegs mit der Deutschen Bahn“

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    • Der neue IC2: Meine Meinung - nortix.blog
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