Unterwegs

Wandern auf dem Heidschnuckenweg

Wegstein mit der Gravur Heidschnuckenweg

Die zweite Etappe des Heidschnuckenweges führt von Buchholz in der Nordheide bis nach Handeloh und trägt den Titel „Zwischen Himmel und Hölle“. Ich habe mich auf den 15km langen Wanderweg begeben und mir den Himmel und die Hölle angeschaut.

Raus, einfach mal raus. Raus aus der Stadt, dem Trubel und dem täglichen Trott. Aber wohin? Ich habe nach einer kurzen Recherche im Netz dann den Heidschnuckenweg gefunden. Ganz kann man diesen Wanderweg an einem Tag sowieso nicht schaffen und auch mehr als eine Etappe ist schon sportlich. Daher entschied ich mich für die zweite Etappe mit einer Länge von 15 Kilometern. Die Wahl fiel unter anderen wegen der sehr guten Erreichbarkeit des Start- und des Zielpunktes auf diese Tour. Die komplette Tour ist vom Deutschen Wanderverband als Qualitätswanderweg ausgezeichnet worden und die zweite Etappe belegte bei den Lesern eines Wandermagazins im Jahr 2014 den ersten Platz. Die Vorraussetzungen für einen schönen Tag in einer tollen Umgebung waren schon mal sehr gut.

Anreise

Der Erixx fährt ohne Umsteigen in knapp zwei Stunden von Hannover bis nach Buchholz in der Nordheide, dem Startpunkt der zweiten Etappe. Ich habe dafür das Niedersachsenticket genutzt, welches es aktuell für 23 € für die erste Person sowie 4 € je weiteren Mitfahrer gibt. Unterwegs habe ich mir die Strecke etwas genauer angeschaut und dann festgestellt, das die Strecke von Bucholz bis nach Suerhop weitesgehend nur durch bebautes Gebiet führt und der Erixx auch in Suerhop hält. Kurzentschlossen habe ich dann die Wanderung in Suerhop gestartet.

Bahnhof Suerhop mit einem Bahnsteig und dem Bahnhofsschild

Bahnhof Suerhop

Der Wanderweg

Am Bahnhof Suerhop musste ich mich kurz orientieren und habe recht schnell die gelben Pfeile entdeckt, die diesen Wanderweg auf der gesamten Strecke gut sichtbar markieren.

Markierungspfeil und Buchstabe H am Heidschnuckenweg

Markierung des Heidschnuckenweges an einem Baum

Anfangs führt der Wanderweg noch parallel zur Heidebahn und ist von dieser durch einen Waldstreifen getrennt. Zudem ist die Bahnstrecke nur stündlich befahren und stellt daher keine große Lärmquelle dar falls ihr ein bisschen Ruhe und Erholung vom Stadtlärm sucht. Der Wald wird immer dichter und ruhiger. Und vom Namen des bevorstehenden Abschnittes sollte man sich nicht abschrecken lassen. Die Höllenschlucht hört sich spektakulär an und sieht auch so aus ist aber keine wanderische Herausforderung.

Abschnitt Höllenschlucht auf dem Heidschnuckenweg

Der Höllenschlucht genannte Abschnitt auf dem Heidschnuckenweg

Vom Brunsberg zum Büsenbachtal

Hat man das Höllental hinter sich gelassen kommt der kurze und nicht sehr schwere Aufstieg auf den Brunsberg. Wäre es an dem Tag nicht so diesig gewesen hätte man bestimmt einen guten Ausblick auf die Heide. So musste ich mich allerdings mit dem Grau in Grau des Dunstes zufrieden geben. Nach einer kurzen Pause ging es also weiter in Richtung Büsenbachtal, dem letzten großen Highlight dieser Etappe. Der Abstieg war angenehm moderat und führte in leichten Kurven herunter zu einem weiteren Waldstück. Hier zeigte sich der Wald, der Dunst und die Sonne von ihrer besten Seite und die Sonnenstrahlen kamen durch die Baumwipfel.

Sonnenstrahlen zwischen Bäumen am Heidschnuckenweg

Sonnenstrahlen zwischen Bäumen am Heidschnuckenweg

Weiter ging es durch dichten Wald, teilweise auf Wirtschaftwegen oder, wenn man ein wenig vom eigentlichen Heidschnuckenweg abweichen möchte, auch auf weniger genutzten Wanderwegen. Wer allerdings ohne Karte unterwegs ist, der sollte auf dem sehr gut ausgeschilderten Wanderweg verbleiben. Dieser führt dann durch das sehr schöne Büsenbachtal. Freier Blick auf eine Heidelandschaft mit ganz wenigen Bäumen und sehr viel Sonne. Hier trifft man auch bei schlechtem Wetter viele Wanderer und es gibt viele Bänke mit Tischen für eine Pause.

Blick auf das Büsenbachtal

Blick auf das Büsenbachtal


Weiter geht es auf Waldwirtschaftwegen in Richtung Handeloh. Auch hier kann man den Wald noch einmal in vollen Zügen genießen, denn auch hier ist der Bewuchs sehr dicht und hoch. Je näher man sich Handeloh nähert desto urbaner wird die Umgebung. Aber auch hier ist der Heidschnuckenweg bis in die Stadtmitte und zum Bahnhof sehr gut ausgeschildert.

Fazit

Am Bahnhof Handeloh endete dann mein kleiner Ausflug nach mehreren Stunden in einer sehr schönen Landschaft. So konnte ich am Bahnsteig des kleinen Bahnhofs die Sonne und meinen restlichen Proviant genießen. Die zweite Etappe des Heidschnuckenweges kann ich jedem, auch ungeübten, Wanderinteressierten empfehlen. Die Wege sind gut markiert, einfach zu erwandern und die Entfernung ist mit 15km sehr gut zu meistern. Festes Schuhwerk würde ich jedem empfehlen, da es bei feuchtem Wetter schon mal zur Bildung von größeren Pfützen kommen kann.

3 Kommentare

  1. Gaby und Jörg

    Hey,

    wir kommen aus dem südlichen Niedersachsen und sind immer auf der Suche nach schönen Wanderausflügen für zwischendurch. Über drn Heidschnuckenweg hatten wir schon einiges gelesen. Dein Bericht hat unsere Neugier auf den Weg noch weiter verstärkt. Nun steht er im Frühjahr auf unserem Plan. Vielen Dank für deinen Bericht.
    Herzliche Grüße
    Gaby und Jörg

    • Hallo Gaby, hallo Jörg,
      es freut mich, das ich euch eine Inspiration liefern konnte. Ich wünsche Euch ganz viel Spaß auf dem Heidschnuckenweg. 🙂
      Grüße, Nortix

      • Gaby und Jörg

        Danke, wir werden berichten und vielleicht trifft man sich ja auch mal bei der ein oder anderen Wanderung 🙂
        Herzliche Grüße G u J

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